Kommunales

Landesregierung lobt eREGIONALE 2033 aus und schafft Experimentierraum für ein Labor regionaler Zukunftspolitik

05.03.2026

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung teilt mit:

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung startet die Bewerbungsphase für die „eREGIONALE 2033 – Städte im Wandel als Vorreiter einer neuen Normalität“. Neu ist, dass diese REGIONALE ausdrücklich als Experimentierraum aufgestellt wird.

Die eREGIONALE 2033 richtet den Blick gezielt auf Städte, Gemeinden, Kreise und Teilregionen, in denen die Bevölkerung dauerhaft zurückgegangen ist. Dort passen Infrastruktur und Angebote oft nicht mehr zur tatsächlichen Nachfrage, wirtschaftliche Entwicklungen sind weniger stabil, die Widerstandskraft gegen Klimafolgen ist zu schwach und zugleich steigen die öffentlichen Ausgaben.

Leitgedanke der eREGIONALE 2033 ist: „Weniger wird Zukunft.“ Eine weitere Kernidee für die eREGIONALE 2033 ist es, dass in dem geschützten Experimentierraum neue Lösungsansätze entwickelt und getestet werden können. Im Vordergrund der „EXPERIMENTIERRAUM REGIONALE 2033“ stehen Strategien, um aus den vermeintlich bestehenden Defiziten, Fähigkeiten zu machen. Es geht damit auch ausdrücklich um die Bereitschaft von Kommunen, Verwaltungsreformen mitzudenken oder ausprobieren zu wollen.

Städte, Gemeinden, Kreise oder Regionen können sich bis zum 20. Juli 2026 online über das Beteiligungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen (https://beteiligung.nrw.de/k/eregionale2033) für die Ausrichtung der „eREGIONALE 2033“ bewerben. Für die Online-Bewerbung sind maximal 15 Seiten von Nöten. Damit startet der „EXPERIMENTIERRAUM REGIONALE 2033“ – anders als bisher, einfacher und damit experimentell: Von Anfang an.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Regionale bringt Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam an der Zukunft vor Ort zu arbeiten und ist ein bewährtes Instrument für Innovation und Kooperation in Nordrhein-Westfalen. Mit der eRegionale 2033 wollen wir erneut zeigen, wie durch kreative Ideen und regionales Engagement nachhaltige Impulse für Wachstum, Lebensqualität und Zusammenhalt entstehen können – insbesondere dort, wo durch den demografischen Wandel und die Folgen des Klimawandels Kommunen und Regionen vor besondere strukturelle Herausforderungen gestellt werden. Mit dem interkommunalen Ansatz laden wir alle Regionen im Land ein, sich mit ihren Konzepten zu bewerben und die Chancen dieses Formats zu nutzen."

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung: „Der Experimentierraum bietet Regionen die Möglichkeit, gemeinsam neue Wege zu erproben, komplexe Herausforderungen integriert zu bearbeiten und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Die ‚eREGIONALE 2033“ schafft einen geschützten Rahmen für Lernen, Innovation und Kooperation – mit dem Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen, die über die beteiligte Region hinauswirken. Die mit der eREGIONALE 2033 verbundene Zielsetzung ist ‚Weniger wird Zukunft.‘ Aus ‚Schrumpfung‘ werden Neuausrichtungen und Transformation, aus Rückbau wird Konzentration und Entlastung, aus Leerstand werden Raumreserven und Zukunftsflächen, aus einer überdimensionierten Infrastruktur wird Anpassungsfähigkeit und aus Abwanderungstendenzen werden neue Balancen. Dafür braucht es Räume, in denen Neues entstehen darf, ohne sofort in bestehende Routinen und Regularien gezwängt zu werden. Mit der eREGIONALE 2033 schaffen wir genau diesen Ermöglichungsraum, um Experimentierklauseln konsequent zu nutzen.“

Bewerben können sich Zusammenschlüsse mehrerer Kommunen. Die Teilnahme setzt eine Veränderungsbereitschaft sowie den Mut zur Innovation in den Kommunen des interkommunalen Regionszuschnittes voraus. Mit einer Teilnahme an der „eREGIONALE 2033“ geht es auch um die Bereitschaft, (administrative) Ressourcen gegebenenfalls neu bündeln und organisieren zu wollen. Die REGIONALE 2033 wird ausdrücklich als EXPERIMENTIERRAUM REGIONALE 2033 („eREGIONALE 2033“) aufgestellt. In diesem Experimentierraum können neue Lösungen schnell und unbürokratisch erprobt werden. Themen reichen von Klimaschutz und Klimaanpassung über Energiewende, Digitalisierung und KI, Kreislaufwirtschaft, Bildung, Mobilität und Stadtentwicklung bis hin zu moderner Verwaltung.

Für Projekte der eREGIONALE 2033 werden die bestehenden Finanzierungs- und Beratungsinstrumente der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, soweit möglich, prioritär eingesetzt. Von dem interkommunalen Regionszuschnitt wird daher neben einer späteren Priorisierung von Projekten auch eine angemessene Investition in eigenfinanzierte Projekte erwartet. Die Förderung der Umsetzungsprojekte erfolgt grundsätzlich in eigener Verantwortung der Ressorts. Die Höhe der jeweiligen Fördermittel ist von den in den Regionen zu entwickelnden Projekten aber auch von der künftigen Mittelausstattung der Förderprogramme abhängig.

Hintergrund

  • Die Bewerbungen für die eREGIONALE 2033 werden zunächst auf formale Kriterien geprüft. Anschließend präsentieren die Bewerberregionen ihre Strategien im Rahmen eines Pitch-Termins vor Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung. Die Auswahlentscheidung erfolgt im Anschluss.
     
  • Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit den REGIONALEn vor über 25 Jahren ein einzigartiges Strukturprogramm erfunden und damit innovative, regionale Reallabore geschaffen, die noch heute ihrer Zeit voraus sind. So werden Ideen Realität, die die Zukunftsgestaltung für die Menschen einer Region, und durch die Menschen für ihre Region, in den Mittelpunkt stellen.
     
  • Die Förderung der REGIONALEn insgesamt und auch jedes einzelnen Projekts erfolgt dabei nach Maßstäben der Qualität und regionalen Strahlkraft; nicht das „Gießkannenprinzip“ bestimmt Auswahl und weiteres Handeln. Mit ihrer Philosophie der kontinuierlichen Verbesserung entwickeln sich die REGIONALEn seit über 25 Jahren stetig weiter. Jede einzelne REGIONALE war und ist so angelegt, dass sie Inspiration und Vorbild für andere Regionen sein kann.

Weitere Informationen

Referat Presse und Soziale Medien

Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen
Hubertusstraße 9
40219 Düsseldorf
Deutschland

Tel.: 0211 8618-4264
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