Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen in Essen, Münster und Detmold

überLeben: Nordrhein-Westfalen zeigt seine vergessenen Welten

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Giganten, Geheimnisse und vergessene Welten: Unter Schichten aus Zeit und Stein liegen Spuren einer Realität verborgen, die lange vor dem Menschen begann – auch in Nordrhein-Westfalen. Fossilien bewahren Augenblicke aus einer fernen Vergangenheit und eröffnen bis heute neue Fragen. 

Genau diese historischen Schätze und spektakulären Fossilfunde rückt Nordrhein-Westfalen 2026 mit einer paläontologischen Landesausstellung unter dem Titel „überLeben“ ins Zentrum.

Dabei präsentieren das Ruhr Museum in Essen, das LWL-Museum für Naturkunde in Münster sowie das Lippische Landesmuseum in Detmold von April 2026 bis September 2027 in drei Ausstellungskapiteln, wie sich das Leben in Nordrhein-Westfalen über Millionen Jahre verändert hat.

Die Landesausstellung 2026 wird seitens des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen mit 1,5 Millionen Euro finanziert. 

Fossilien sind Momentaufnahmen aus Welten, die wir uns kaum vorstellen können. ‚überLeben‘ ist mehr als ein Blick zurück – es ist eine Einladung, selbst zu entdecken. 

Ministerin Ina Scharrenbach

Unsere Standorte im Überblick

überLeben in der Eiszeit
Ruhr Museum Essen

April 2026 bis 10. Januar 2027

Ständige klimatische Schwankungen stellten das Überleben von Tieren, Pflanzen und auch Menschen im quartären Eiszeitalter vor immer neue Herausforderungen. Die Ausstellung zeigt die beeindruckende Vielfalt an Lebensformen, die sich im Laufe der Jahrtausende in Nordrhein-Westfalen entwickelt hat, und die fortwährenden Anpassungen dieser Organismen an die sich wandelnden Umweltbedingungen. Mit einem modernen, multimedialen und interaktiven Konzept lädt die Ausstellung Besucherinnen und Besucher dazu ein, diese Vielfalt von Landschaft und Leben in der Eiszeit zu entdecken und die komplexen Zusammenhänge zwischen Klima, Lebensräumen, Arten-vielfalt und menschlichem Handeln besser zu verstehen.

Weitere Informationen: www.ruhrmuseum.de

Ruhr Museum, Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen

überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen
LWL-Museum für Naturkunde Münster

Vom 10. Juli 2026 bis 05. September 2027

In ganz Nordrhein-Westfalen finden sich Spuren ausgestorbener Lebewesen - die ältesten sind rund 485 Millionen Jahre alt. Neben einheimischen Dinosauriern gibt es Nachweise von frühen Säugetieren, dem ältesten Plesiosaurier, den ältesten vollständig erhaltenen Fluginsekten und dem größten Ammoniten der Welt. Exotische Lebensräume wie die devonischen Riffe des rheinischen Schiefergebirges, karbonische Kohlensumpfwälder des Ruhrgebiets oder die Flachmeere des jurassischen Wiehengebirges und des kreidezeitlichen Münsterlandes bieten Einblicke in eine atemberaubende Vielfalt. Verschiedenste multimediale Rekonstruktionen machen dieses vielseitige Leben und dessen Umwelt erfahrbar.

Weitere Informationen: www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de

LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster

überLeben – Walheimat Urmeer
Lippisches Landesmuseum Detmold

Vom 26. September 2026 bis 04. April 2027

Nachdem die Herrschaft der Dinosaurier vorüber war, wurden die Säugetiere zur global dominanten Tiergruppe. Mit der Entwicklung der Wale, Seekühe und Robben haben sie sogar die Weltmeere erobert. Sie alle lebten einst auch in jenem warmen Flachmeer, welches das urzeitliche Nordrhein-Westfalen bedeckte. Während einige dieser Tiere für uns vertraut ausgesehen hätten, gibt es unter den Funden auch Arten, die aus heutiger Perspektive ganz und gar bizarr wirken. Originale Fossilien und Lebensdarstellungen lassen diese Vielfalt der damaligen Meeressäugetiere wieder auferstehen.

Weitere Informationen: www.lippisches-landesmuseum.de

Lippisches Landesmuseum Detmold, Ameide 4, 32756 Detmold

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