Rekordmittel, starke Nachfrage und innovative Projekte für bezahlbares Wohnen: Landesweite WohneNRW-Tage 2026 starten
Ministerin Scharrenbach: Öffentliche Wohnraumförderung ist und bleibt der verlässliche Motor für bezahlbares, modernes und innovatives Wohnen in Nordrhein-Westfalen
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung teilt mit:
Zahlreiche geförderte Wohnbauvorhaben aus der öffentlichen Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen öffnen an den diesjährigen „WohneNRW-Tagen“ am 26., 27. und 28. August 2026 ihre Türen und zeigen, warum die öffentliche Wohnraumförderung Nordrhein-Westfalen zum „place to bau“ macht.
Im Rahmen der diesjährigen Aktionstage besucht Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, herausragende Projekte der öffentlichen Wohnraumförderung in den Kommunen Viersen, Krefeld, Düsseldorf, Bonn, Köln, Moers, Hattingen, Herdecke, Essen, Dortmund, Kamen, Unna und Paderborn.
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung: „Rekordmittel, starke Nachfrage und innovative Projekte: Die öffentliche Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen ist so stark wie nie. Mit 12 Milliarden Euro von 2023 bis 2027 stellt die Landesregierung so viel Geld wie nie zuvor für die Schaffung und Sicherung von bezahlbarem Wohnraum bereit. Gerade in Zeiten, in denen der frei finanzierte Wohnungsbau unter Druck steht, gibt die öffentliche Wohnraumförderung Investoren, Kommunen und Wohnungsunternehmen Verlässlichkeit und Planungssicherheit. Die WohneNRW-Tage zeigen, was daraus im ganzen Land entsteht: moderner, nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum für Familien, junge Menschen, Studierende und Auszubildende ebenso wie für ältere Menschen. Die öffentliche Wohnraumförderung ermöglicht neue Quartiere, innovative Bauweisen, generationengerechtes Wohnen und die Modernisierung bestehender Gebäude. Sie räumt mit alten Klischees auf und zeigt: Bezahlbares Wohnen und hohe Qualität gehören zusammen. Nordrhein-Westfalen ist und bleibt der ‚place to bau‘.“
Alexander Rychter, Direktor des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V.: „Die WohneNRW-Tage zeigen eindrucksvoll die Vielfalt und Leistungsfähigkeit des geförderten Wohnungsbaus in Nordrhein-Westfalen. Ob Neubau, Modernisierung oder Quartiersentwicklung: Die Beispiele unserer Wohnungsunternehmen und -genossenschaften machen deutlich, wie bezahlbares Wohnen vor Ort funktioniert. Gleichzeitig fördern die WohneNRW-Tage den Dialog zwischen Politik, Wohnungswirtschaft und Öffentlichkeit. Die Zahlen sprechen dabei für sich: 2025 haben die VdW-Mitglieder rund 617 Millionen Euro an Fördermitteln für die Mietwohnraumförderung abgerufen. Das entspricht nahezu einem Drittel der in Nordrhein-Westfalen eingesetzten Fördermittel für mietpreisgebundene Wohnungen.“
Elisabeth Gendziorra, Geschäftsführerin BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen: „In einer wirtschaftlich herausfordernden Lage bleibt die öffentliche Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen ein entscheidendes, verlässliches Instrument, um trotz Baukrise Wohnraum zu realisieren. Die im Rahmen der WohneNRW-Tage ausgewählten Projekte verdeutlichen, wie vor allem die private, mittelständische Wohnungswirtschaft durch Neubau, Modernisierung und die aktive Einbindung der Nachbarschaft qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum schafft, der den lokalen Bedürfnissen gerecht wird.“
Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor Haus & Grund Rheinland Ruhr: „Die anhaltend hohen Baukosten und die wirtschaftlichen Unsicherheiten stellen Bauherren und Investoren weiterhin vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist die verlässliche öffentliche Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen. Sie schafft Planungssicherheit und ermöglicht Investitionen, die unter den derzeitigen Marktbedingungen häufig nicht realisierbar wären. Die aktuellen Förderzahlen belegen, dass die Programme des Landes wirken. Das veranschaulichen vor allem die Projekte der diesjährigen WohneNRW-Tage. Neben dem Mietwohnungsbau bleibt die Förderung von Wohneigentum unverzichtbar. Wohneigentum schafft Sicherheit, stärkt die private Altersvorsorge und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es ist damit auch ein wichtiger Baustein für die Stabilität unserer Demokratie. Deshalb ist es richtig, dass Nordrhein-Westfalen den Mietwohnungsbau und die Eigentumsbildung gleichermaßen unterstützt.“
Nordrhein-Westfalen zeigt an drei Tagen, wie öffentliche Wohnraumförderung Innovation und bezahlbaren Wohnungsbau voranbringt. Die Ministerin besucht dabei unter anderem die Pilotprojekte zum Digitalen Gebäuderessourcenpass (DGRP) in Viersen und Moers: Sie machen sichtbar, welche Materialien in Gebäuden eingesetzt werden, woher sie stammen und wie sie wiederverwendet werden können – über den gesamten Lebenszyklus. Hierzu erprobt Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer Pilotphase digitale Gebäuderessourcenpässe mit den Mitteln der öffentlichen Wohnraumförderung. Damit wird Klimaschutz messbar und Kreislaufwirtschaft ist auf dem Weg zur Alltagstauglichkeit.
Auf dem Programm stehen unter anderem auch die Modernisierung eines Hochhauses am Weidenbruchweg in Krefeld auf Effizienzhaus-55-Standard, die Entwicklung des Quartiers „Im Mühlengarten“ in Essen-Stoppenberg mit Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern sowie einer neuen Kita, die serielle Sanierung im bewohnten Bestand in Hattingen und generationengerechtes, grünes Bauen in Herdecke.
Wie öffentliche Wohnraumförderung zugleich Impulse für lebendige Innenstädte setzen kann, zeigt Paderborn: Dort wird der ehemalige Kaufhof neu gedacht. Auf dem Dach entstehen 37 öffentlich geförderte, barrierefreie Wohnungen, während zugleich neue Verkaufsflächen geschaffen werden. Bezahlbares Wohnen und die Weiterentwicklung der Innenstadt gehen damit Hand in Hand.
Neben einem persönlichen Eindruck von den Projekten steht für die Ministerin dabei auch der direkte Austausch mit Unternehmen, der kommunalen Politik sowie den Mieterinnen und Mietern im Vordergrund.
Die Termine von Ministerin Scharrenbach werden von Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Politik und Wohnungswirtschaft sowie von den Mitgliedern der „Allianz für mehr Wohnungsbau Nordrhein-Westfalen“ begleitet. Dazu gehören der VdW Rheinland Westfalen, der BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen, Haus & Grund, die kommunalen Spitzenverbände, der Deutsche Mieterbund NRW, die Architektenkammer NRW und die bauindustriellen Verbände sowie die landeseigene Förderbank, die NRW.BANK, die sich in die Organisation der WohneNRW-Tage 2026 eingebracht haben. „Ich danke allen Unternehmen, Partnern, Kreisen, Städten und Gemeinden die sich an den landesweiten Aktionstagen beteiligen“, so Ministerin Scharrenbach.
Die WohneNRW-Tage finden auf Initiative des Ministeriums jährlich statt. In den sozialen Medien werden die Aktionen unter dem Hashtag #WohneNRW begleitet. Weitere Informationen zu den WohneNRW-Tagen finden Sie zudem auf der Homepage des Ministeriums unter: https://www.mhkbd.nrw/wohnenrwtage
Folgende Programmpunkte sind bei der Besichtigungstour im Rahmen der WohneNRW-Tage 2026 von Frau Ministerin Ina Scharrenbach geplant:
Tag 1 , Mittwoch, 26. August 2026
Viersen – 09.00 Uhr: Richtfest – Pilotprojekt zum Digitalen Gebäuderessourcenpass im Neubau
Treffpunkt: Josefsring 5, 41747 Viersen
Am Josefring 5 realisiert die Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAB), ausführend durch die Firmen Terhalle und Blome im Rahmen des DGRP-Pilotprogramms des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung ein zukunftsweisendes Wohnprojekt in zentraler Lage. Bereits in Planung und Bau werden alle Baustoffe digital erfasst und bezüglich Wiederverwendbarkeit, Kreislauffähigkeit und CO₂-Bilanz dokumentiert. Es entstehen 44 öffentlich geförderte Mietwohnungen in unterschiedlichen Größen sowie ein Bewohnertreffpunkt. Das Gebäude wird in nachhaltiger Holzbauweise errichtet und unter anderem mit Photovoltaik, Infrarotheizungen und kreislauffähigen Materialien ausgestattet. Die Investition beträgt rund 10,60 Millionen Euro, die Fördersumme beträgt 8,96 Millionen Euro und stellt damit den Großteil der 2024 in Viersen bewilligten Mittel für den Mietwohnungsbau dar.
Beteiligte Unternehmen:
Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAB)
Firma Terhalle
Firma Blome
Ripkens Wiesenkämper Ingenieure GmbH
Architekt: Jürgen Stange, Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAB)
Krefeld – 11.15 Uhr: Spaziergang durch ein Quartier der Wohnstätte Krefeld – Sanierung von Hochgeschossern und Quartiersentwicklung am Weidenbruchweg
Treffpunkt: Weidenbruchweg 75, 47809 Krefeld
Die Sanierung des Hochgeschossers Weidenbruchweg 75 ist Teil eines Quartiersentwicklungsprojekts zur klimaneutralen und ressourcenschonenden Entwicklung von Wohnsiedlungen. Im Quartier wurden bereits die beiden achtgeschossigen Wohngebäude Weidenbruchweg 43–45 und 75–77 mit insgesamt 64 Wohnungen umfassend energetisch saniert. Zu den Maßnahmen gehören u. a. die Kernsanierung der Wohnungen, die Neugestaltung der Grundrisse mit barrierefreien Bädern, neue Aufzüge und eine energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle. Die Wärmeversorgung erfolgt nun über Luft-Wasser-Wärmepumpen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach leistet zusätzlich einen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung. Bauherrin ist die Wohnstätte Krefeld Wohnungs-AG, das kommunale Wohnungsunternehmen der Stadt mit insgesamt ca. 9.000 Wohneinheiten. Das zu Jahresbeginn fertiggestellte Projekt am Weidenbruchweg 75 wurde mit Fördermitteln in Höhe von 5,94 Millionen Euro unterstützt. Weitere Maßnahmen im Quartier befinden sich in Vorbereitung und werden vor Ort kurz vorgestellt.
Beteiligte Unternehmen:
Wohnstätte Krefeld Wohnungs-AG
Düsseldorf – 13.00 Uhr: Im Dialog vor Ort: GOL:D ECK Landmarken Neubau mit gemischter Nutzung
Treffpunkt: Lütticher Straße 1, 40547 Düsseldorf
GOL: D ECK ist ein fertiggestelltes Neubauprojekt der Landmarken AG auf dem ehemaligen Hallenbadgrundstück an der Lütticher Straße in Düsseldorf-Niederkassel. Das Quartier umfasst 102 Wohneinheiten, darunter 25 öffentlich geförderte Einheiten. Das Projekt umfasst Wohnungen sowie Gruppenwohnungen für Auszubildende. Ergänzt wird das Projekt durch Gewerbeflächen für Gastronomie und Einzelhandel sowie eine Großtagespflege. Besonderes Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit durch Fernwärme, KfW-55-Standard, Dachbegrünung, Regenwassermanagement und E-Mobilitätsinfrastruktur. Die Fördersumme für das Projekt beträgt 4,42 Millionen Euro.
Beteiligte Unternehmen:
Landmarken AG
Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH
konrath und wennemar architekten und ingenieure (Architektur)
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Freianlagenplanung)
Bonn – 15.30 Uhr: Grundsteinlegung Pariser Straße, Neubau (Anbau) Studierendenwohnheim
Treffpunkt: Pariser Straße 54, 53117 Bonn
Das Studierendenwerk Bonn errichtet an der Ecke Pariser Straße/Kopenhagener Straße ein neues, achtgeschossiges Studierendenwohnheim in Holz-Beton-Hybridbauweise. Die Bauweise erfolgt nachhaltig nach Effizienzhaus-40-Standard und beinhaltet Merkmale wie die Versorgung mit Fernwärme, eine zentrale Lüftungsanlage sowie eine PV-Anlage. Auf dem Gelände eines ehemaligen Parkdecks entstehen 115 öffentlich geförderte Wohnplätze mit Gemeinschaftsflächen, welche in gemischter Form über die einzelnen Ebenen verteilt werden. Die Höhe der Fördersumme beträgt 12,71 Millionen Euro.
Beteiligte Unternehmen:
Studierendenwerk Bonn A. ö. R.
karlundp Gesellschaft von Architekten mbH (Architektur)
Köln – 17.45 Uhr: Festakt zum Baustart am Helmholtzplatz, Ehrenfeld, Aachener SWG
Treffpunkt: Melatener Weg 25-27, 50825 Köln
Am Helmholtzplatz 11a errichtet die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH ein neues Wohnquartier mit 59 Mietwohnungen, davon 22 öffentlich gefördert und 37 freifinanziert. Ergänzend entsteht in Kooperation mit der Katholischen Jugendagentur Köln (KJA) eine Jugendeinrichtung mit Beratungsräumen und zwei Wohnungen. Das Quartier wird auf einem Erbbaugrundstück der katholischen Kirchengemeinde Zu den Heiligen Rochus, Dreikönigen und Bartholomäus errichtet und erfüllt die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetz 2024 mit Fernwärmeanschluss, Photovoltaikanlagen und begrünten Retentionsdächern. Die Planung sieht einen breiten Wohnungsmix aus Appartements sowie 2- bis 6 Zimmer Wohnungen mit Wohnflächen zwischen ca. 34 m² und 117 m² vor. Des Weiteren ist ein nachhaltiges Mobilitätskonzept geplant. Gefördert wird dieses Projekt mit 5,90 Millionen Euro.
Beteiligte Unternehmen:
Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH.
Katholische Jugendagentur Köln (KJA),
Katholische Kirchengemeinde Zu den Heiligen Rochus, Dreikönigen und Bartholomäus als Erbbaurechtsgeberin
Tag 2, Donnerstag, 27. August 2026
Moers – 9.00 Uhr: Modernisierung des Gebäudebestandes / Fachdialog zum Digitalen Gebäuderessourcenpass im Bestand
Treffpunkt: Goldaper Weg 1, 47445 Moers
Die VIVAWEST Wohnen GmbH modernisiert den Gebäudebestand am Goldaper Weg im Rahmen der mehrstufigen Quartiersentwicklung Meerfeld in Moers. Das Vorhaben ist Teil des Pilotprojekts Digitaler Gebäuderessourcenpass (DGRP) und dient der digitalen Erfassung und Bewertung der im Gebäudebestand vorhandenen Baustoffe und Ressourcen. Das Quartier ist durch auffällige Graffiti auf den Hausfassaden gestaltet, die Bezug zum berühmten Jazz Festival Moers nehmen. Neben der energetischen Modernisierung werden unter anderem Gebäudehülle, Fenster, Heiztechnik, Balkone sowie die Barrierefreiheit verbessert und die CO₂-Emissionen nachhaltig reduziert. Ebenso erfolgte eine Erneuerung der Außenanlagen und Garagen. Die Maßnahmen werden mit 18,23 Millionen Euro aus der Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Dadurch erhalten 94 Wohneinheiten eine 25 Jahre lange Bindungsdauer.
Beteiligte Unternehmen:
VIVAWEST Wohnen GmbH
Hattingen – 11.30 Uhr: Serielle klimaneutrale Modernisierung im bewohnten Bestand
Treffpunkt: Goethestraße 1, 45525 Hattingen
Die Hattinger Wohnstättengenossenschaft eG (hwg eG) setzt bei der energetischen Modernisierung ihres Wohnungsbestandes auf die serielle Sanierung. Dabei werden industriell vorgefertigte Fassadenelemente passgenau an bestehenden Gebäuden montiert. So lassen sich umfangreiche energetische Maßnahmen besonders effizient und bei laufendem Wohnbetrieb realisieren. In der Goethestraße wurden auf diese Weise 42 Wohneinheiten, davon 18 öffentlich gefördert, umfassend modernisiert und auf einen klimaneutralen Standard gebracht mit einem Förderdarlehen in Höhe von 2,73 Millionen Euro. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie sich durch serielle Sanierung bezahlbarer Wohnraum erhalten und zugleich ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz leisten lässt. Die Maßnahmen sind abgeschlossen und die Gebäude auf einen klimaneutralen (Net Zero) Standard gebracht.
Beteiligte Unternehmen:
Hattinger Wohnstättengenossenschaft eG
B&O Seriell GmbH
B&O Bau NRW GmbH
Herdecke – 13.00 Uhr: Nachhaltiges Wohnen für alle Generationen: Übergabe Förderbescheid und Enthüllung Bauschild
Treffpunkt: Am Berge 3c, 58313 Herdecke
Die Herdecker Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (HGWH eG), die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, entwickelt auf einem ehemaligen Schul- und Jugendzentrumsgelände das Wohnquartier „Am Berge“ mit 54 Wohnungen, davon 36 öffentlich gefördert. Klimafreundliche Technik wie Wärmepumpen, PV-Anlagen und Gründächer sowie ressourcenschonende Baustoffe prägen das Projekt. Balkone, Terrassen oder Gärten an jeder Wohnung und gemeinschaftliche Angebote wie Quartiersplatz, Gemeinschaftsraum und Co-Working-Bereich fördern ein nachbarschaftliches Miteinander. Das Projekt wird mit 14,38 Millionen Euro aus der Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Beteiligte Unternehmen:
Herdecker Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (HGWH eG)
DZ HYP AG
Architekt Sven Grüne, postwelters + partner mbB Architektur & Stadtplanung BDA/SRL
Werner Bauingenieure GmbH
Ingenieurbüro Laudi
Landschaft planen + bauen
NBZ Bau
DEW21
Einhundert Energie GmbH
NRW.Urban
Essen – 15.30 Uhr: Bezahlbarer Wohnraum für Familien und Mehrgenerationen - Quartiersrundgang
Treffpunkt: Im Mühlenbruch 37, 45141 Essen
In Essen-Stoppenberg entsteht seit 2021 das Quartier „Im Mühlengarten“ mit 44 Wohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern und 20 Einfamilienhäusern. Alle Gebäude sind an die Fernwärme angeschlossen und als Effizienzhaus 55 geplant. Eine neue katholische KiTa St. Anno mit 75 Plätzen ergänzt die soziale Infrastruktur. Das Projekt verbindet bezahlbares Wohnen, Energieeffizienz und Familienfreundlichkeit. Das Projekt wird mit 13,26 Millionen Euro aus der Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Beteiligte Unternehmen:
Immobilien Management Essen GmbH
Tag 3, Freitag, 28. August 2026
Dortmund – 9.00 Uhr: Wohn- und Lernquartier für Auszubildende – Spatenstich und Übergabe Förderbescheid unter Beteiligung Auszubildender
Treffpunkt: Lange Reihe 64 und 67, 44143 Dortmund
Mit dem AZUBIQUARTIER HANDWERK entsteht bis 2028 ein innovatives Wohnprojekt, das modernen und bezahlbaren Wohnraum und berufliche Entwicklung vereint, gefördert mit rund 13,5 Millionen Euro. Im Rahmen der Umgestaltung und einer zukunftsorientierten Neuausrichtung des Standorts der Kreishandwerkerschaft in Dortmund-Körne ist vorgesehen, das Gebäude von bisher als Innungsgebäude genutzten Räumen in Wohnraum für Auszubildende und Studierende umzuwandeln. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum stellt für viele Auszubildende und Studierende eine erhebliche Herausforderung dar. Insbesondere ist es schwierig, ein sicheres und gut angebundenes Wohnumfeld zu finden. Die Gebäude liegen im Stadtteil Dortmund-Körne, auf dem Gelände der Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen, wo sich neben den überbetrieblichen Bildungsstätten der Handwerkskammer auch der Bildungskreis Handwerk e.V. befindet, ein Bildungsträger der Kreishandwerkerschaft und der ihr angeschlossenen Innungen. Zusätzlich errichtet die Baugewerbe-Innung Dortmund ein neues Ausbildungszentrum in der Langen Reihe 60. Dies bestärkt die Bedeutung des Standorts als Kompetenzzentrum für das Handwerk. Durch die Kombination von Ausbildung, Wohnen und Betreuung entsteht ein einmaliges Modellprojekt für die Förderung des Nachwuchses im Handwerk. Der Umbau der Gebäude beinhaltet eine komplette energetische Sanierung mit dem Ziel eines Netto-Null-Standards. Die S-Bahn-Station Körne West ist eine Minute Fußweg entfernt und bietet eine direkte Verbindung in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof. Die Berufsschulen und Universitäten sind innerhalb von maximal 20 Minuten erreichbar.
Rund 110 Apartments mit Küchenzeile und eigenem Bad werden durch Umnutzung bestehender Gebäude geschaffen. Das Projekt entlastet den Wohnungsmarkt, stärkt die Fachkräftesicherung und bleibt eng mit der beruflichen Ausbildung verknüpft. Der Förderbescheid der Wohnraumförderung NRW wird im Rahmen der WohneNRW-Tage übergeben.
Beteiligte Unternehmen:
Kreishandwerkerschaft Dortmund Hagen Lünen
Generalbau Frohne
Kamen – 10.30 Uhr: Neues Wohnquartier auf der ehemaligen Polizeikaserne: Bezahlbarer Wohnraum durch Quartiersentwicklung
Treffpunkt: Dortmunder Allee 6, 59172 Kamen
Auf dem Gelände der ehemaligen Polizeikaserne in Kamen entsteht durch die Kombination aus Neubau und der Umnutzung bestehender Gebäude ein modernes Wohnquartier. Insgesamt werden 95 Wohnungen geschaffen, die überwiegend im Rahmen der öffentlichen Wohnraumförderung für die Einkommensgruppen A und B sowie über mittelbare Belegungen zur Verfügung stehen. Das Vorhaben verbindet die Entwicklung einer innerstädtischen Konversionsfläche mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen.
Beteiligte Unternehmen:
Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft mbH (UKBS)
Unna – 11.30 Uhr: Inklusives Wohnen: Gemeinsam leben mit und ohne Behinderung
Treffpunkt: Danziger Straße 4 a–d, 59427 Unna
Mit dem Wohnprojekt an der Danziger Straße entsteht ein inklusives Quartier, das Menschen mit und ohne Behinderung ein gemeinsames Zuhause bietet. In vier Gebäuden werden insgesamt 40 Wohneinheiten errichtet, darunter öffentlich geförderte Wohnungen sowie inklusive Wohngemeinschaften. Ziel des Projekts ist eine soziale Durchmischung verschiedener Zielgruppen und ein selbstverständliches Miteinander im Alltag. In den Wohngemeinschaften leben Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt zusammen und werden bei Bedarf durch die DRK Unna Soziale Dienste gGmbH unterstützt. Ergänzt wird das Wohnangebot durch zwei Gewerbeeinheiten. Das Vorhaben wird im Rahmen des Experimentellen Wohnungsbaus des Landes Nordrhein-Westfalen mit 4,83 Millionen Euro gefördert und zeigt beispielhaft, wie innovative Wohnformen Inklusion und bezahlbaren Wohnraum miteinander verbinden können.
Beteiligte Unternehmen:
Aktion Mensch e.V.
DRK-Kreisverband Unna e.V.
Paderborn – 13.30 Uhr: Neues Leben für den ehemaligen Kaufhof
Treffpunkt: Westernstraße 26, 33098 Paderborn (Fußgängerzone)
In der Paderborner Innenstadt wird das ehemalige Kaufhof-Gebäude zum Mixed-Use-Projekt umgebaut: Drei Gewerbeflächen mit insgesamt 4.500 m² Verkaufsfläche und 37 öffentlich geförderte, barrierefreie altersgerechte Wohnungen entstehen, insbesondere für ältere Bewohnerinnen und Bewohner. Die Wohnungen werden als vier Häuser auf dem Dach realisiert und durch einen Gemeinschaftsraum ergänzt – ein starkes Signal für bezahlbaren Wohnraum und eine lebendige City. Gefördert mit 9,25 Millionen Euro.
Beteiligte Unternehmen:
Sahle Wohnen
RSK- Architekten
Parea gGmbH
Ingenieur- und Planungsbüro Driller
Favier engineering GmbH (Technische Gebäudeausrüstung)
Planungsbüro Hahm, Straßen und Freiflächenplanung
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen
Hubertusstraße 9
40219 Düsseldorf
Deutschland
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