Jetzt noch mehr Starkregen- und Hochwasserschutz für die Hosentasche: „H2OCH Wasser App/für’s Haus“ startet zweite Entwicklungsstufe
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung teilt mit:
Ab sofort steht eine erweiterte Version der Starkregen- und Hochwasserschutz-App „H2OCH Wasser App/für’s Haus“ für die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Mit der App können Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen eine Risikoeinschätzung erhalten, wie stark ihr Zuhause durch Starkregen, Hochwasser oder Überflutungen gefährdet ist.
Mit der zweiten Entwicklungsstufe wird das digitale Angebot ausgebaut und noch praxisnäher gestaltet. In die weitere Ausgestaltung sind auch Hinweise von Bürgerinnen und Bürger zur App eingeflossen.
Eigentümerinnen und Eigentümer werden dabei unterstützt, Gefährdungen besser einzuschätzen und geeignete Schutzmaßnahmen zu planen, um auf einen Ereignisfall besser vorbereitet zu sein. Die App ist sowohl im App-Store als auch über die Website www.hochwasser-app.nrw verfügbar. Seit April 2025 wurde die Hochwasser-App rund 730.000-mal aufgerufen und es wurden knapp 1,1 Millionen Adressanfragen gestellt.
„Update für den Starkregen- und Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen: Mit der nächsten Ausbaustufe der ‚H2OCH Wasser App/für’s Haus‘ kann das eigene Zuhause noch sicherer vor Starkregen und Hochwasser gemacht werden. Die App zeigt jetzt nicht nur die Gefährdungslage rund um das eigene Zuhause, sondern macht Schutzmaßnahmen direkt am Gebäude sichtbar und umsetzbar. Die Erfahrungen aus der Hochwasserkatastrophe 2021 haben klar gezeigt: Hochwassersicherer Wiederaufbau und gezielte Vorsorge sind der Schlüssel, um Schäden künftig zu begrenzen. Deshalb setzen wir auf kontinuierliche Weiterentwicklung, aktuelle Daten, transparente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner und eine starke Rolle der Kommunen. Unser Ziel ist klar: Mehr Wissen, mehr Vorsorge, mehr Sicherheit“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung.
Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV): „In Zeiten des Klimawandels müssen wir den Hochwasser- und Starkregenschutz zukunftsfest machen. Die Weiterentwicklung unserer Hochwasser-App ist ein wichtiger Baustein, um die Eigenvorsorge und damit den Schutz der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen zu stärken.“
Die App erlaubt es, nach Eingabe einer Adresse verschiedene Starkregen- und Hochwasserszenarien zu simulieren. Sie zeigt sowohl die Ausdehnung möglicher Überflutungen als auch die zu erwartende Wasserhöhe am jeweiligen Standort an. In Form eines Ampelsystems erfolgt eine Gefährdungsbeurteilung der Immobilie beziehungsweise des Grundstücks in Bezug auf Überflutungen durch Starkregen und durch Flusshochwasser. Die Bewertung kann anschließend als PDF heruntergeladen werden.
Mit dem aktuellen Update wird die App um eine zentrale Funktion erweitert. Ein strukturierter Fragebogen ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern erstmals, systematisch zu überprüfen, auf welchen Wegen und an welchen Stellen Wasser in ihr Gebäude eindringen könnte. Auf Basis der Antworten erstellt die App eine individuelle Risikoeinschätzung und gibt konkrete Hinweise zur Eigenvorsorge, zum baulichen Objektschutz sowie zum richtigen Verhalten im Überflutungsfall.
Zudem bietet die App nun eine interaktive, leicht verständliche Einführung in die Kartenfunktionen. Nutzerinnen und Nutzer können sowohl zwei- als auch dreidimensionale Karten nutzen und erhalten Einblick in fünf verschiedene Überflutungsszenarien aus Starkregen- und Hochwasserereignissen, die räumliche Gefährdungen anschaulich sichtbar machen. Abschließend bietet ein übersichtlich gestalteter FAQ-Bereich kurze, verständliche Antworten auf häufige Fragen und unterstützt Nutzerinnen und Nutzer bei den nächsten Schritten.
Dabei können nicht nur Bürgerinnen und Bürger, sondern auch Kommunen Angebote der App nutzen: 131 von 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen stellen über die App Informationen zu ihren Aktivitäten im Starkregen- und Hochwasser-Risikomanagement bereit, verweisen dabei auf eigene Starkregengefahrenkarten, ergänzende Angebote und benennen konkrete Ansprechpersonen für Rückfragen.
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung begleitet die Realisierung des Projekts in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr sowie der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband (EGLV).
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen
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