Informationssicherheit ist digitale Daseinsvorsorge: Neues Nordrhein-Westfalen-Angebot startet
Ministerin Scharrenbach: Informationssicherheit ist ein digitales must-have: Kommunaler IT-Check 2026 startet
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung teilt mit:
Der landesweite „IT-Check 2026“ startet: Nach der erfolgreichen Erstauflage im Jahr 2024 startet das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen den „IT-Check 2026“. Damit baut das Ministerium sein Angebot zur Stärkung der Informationssicherheit und der digitalen Widerstandsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung konsequent aus. Ziel des „IT-Check 2026“ ist es, dass Kommunen ihren Stand der Informationssicherheit auf Basis des IT-Grundschutzes überprüfen lassen können. Eine Teilnahme an dem Landes-Angebot ist freiwillig. Neu: Der IT-Check steht ab sofort allen Kommunen und den kommunalen IT-Dienstleistern zur Verfügung. Damit wird der Umfang erheblich ausgedehnt. Die Finanzierung erfolgt über das Digitalbudget des Gemeindefinanzierungsgesetzes.
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Kommunen verwalten weit mehr als Gebäude, Straßen oder öffentliche Einrichtungen. Sie tragen auch Verantwortung für einen Schatz, der seitens der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zur Verfügung gestellt wird: Daten. Ob Meldedaten, Daten aus Verwaltungsverfahren, Steuerinformationen oder vieles mehr: Jeden Tag laufen in Rat- oder Kreishäusern täglich zahlreiche Informationen zusammen. Diese Daten stellen das digitale Fundament dar und sind zentral für das Funktionieren von Verwaltung und das Erbringen von Leistungen. Dieser Datenschatz ist wertvoll und Wertvolles braucht Schutz. Informationssicherheit ist längst mehr als eine technische Aufgabe von IT-Nerds. Sie ist Teil moderner Daseinsvorsorge. Der IT-Check 2026 macht Informationssicherheit greifbar und hilft, vorhandene Stärken sichtbar zu machen und die Bereiche aufzuzeigen, in denen der Schutz zu verbessern ist. Kommunen schützen mit Informationssicherheit nicht einfach Server und Systeme. Informationssicherheit schützt dreifach: die Daten der Menschen und Unternehmen, die Handlungsfähigkeit der Verwaltung und das Vertrauen in den Staat vor Ort. Deshalb: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Und Vorsorge bei der Informationssicherheit heißt in Nordrhein-Westfalen: IT-Check 2026.“
Der IT-Check 2026 wurde gemeinsam mit kommunalen Bedarfsträgern, den Kommunalen Spitzenverbänden sowie Expertinnen und Experten der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen fachlich und inhaltlich weiterentwickelt. Bei einer europaweiten Ausschreibung hat sich das Unternehmen BECHTLE durchgesetzt.
Frank Wrede, Geschäftsführer Bechtle Westfalen-Niederrhein: „Der IT-Sicherheitscheck macht den Status der Informationssicherheit von Landesbehörden, Kommunen und kommunalen IT-Dienstleistern transparent und vergleichbar. Durch den standardisierten Ansatz nach BSI-Grundschutz werden konkrete Verbesserungspotenziale systematisch identifiziert und nachvollziehbare Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des Informationssicherheitsmanagements abgeleitet.“
Aggregierte Übersichten zur Lage der Informationssicherheit bilden auch zukünftig das Fundament für zukunftsweisende und zentrale Investitionsentscheidungen des Landes – wie etwa in Bezug auf den im Jahr 2025 erfolgreich geschaffenen landesweiten Incident Response-Retainer „Digi-SOS“. Das Verfahren wird durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Digitalbeirat im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung eng begleitet.
Hintergrund: Der Informationssicherheits-Check Nordrhein-Westfalen
- Nordrhein-Westfalen hat insgesamt 427 Kreise, Städte und Gemeinden. Die Ausgangslagen bei der Informationssicherheit sind unterschiedlich: Während insbesondere größere Städte häufig über eigene, umfangreiche IT-Abteilungen verfügen, ist es für kleinere und ländlich gelegene Kommunen oftmals schwieriger, die erforderlichen IT-Fachkräfte zu gewinnen. Umso wichtiger ist es, die Systeme landesweit abzusichern und vergleichbare Sicherheitsstandards zu schaffen.
- Der Informationssicherheits-Check orientiert sich am IT-Grundschutz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Dieser bietet eine anerkannte und praxistaugliche Methodik, um den Stand der Informationssicherheit strukturiert zu ermitteln, bestehende Schutzmaßnahmen zu bewerten und notwendige Verbesserungen strategisch und operativ abzuleiten.
- Der Check wurde erstmals im Jahr 2024 angeboten. An der ersten Runde hatten sich landesweit knapp 330 Kommunen beteiligt. Im Digitalbeirat des Landes Nordrhein-Westfalen arbeiten Land und Kommunen bei der Weiterentwicklung der Verwaltungsdigitalisierung eng zusammen. Die Informationssicherheit bildet dabei ein Schwerpunktthema.
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen
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