Im Rheinischen Revier wächst Zukunft: 23,4 Millionen Euro für „LernOrt Horrem“ in Dormagen
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung teilt mit:
Nordrhein-Westfalen treibt den Strukturwandel im Rheinischen Revier voran: Ein weiterer Baustein dafür ist die Förderung in Höhe von 23,4 Millionen Euro für ein neues Stadtteilhaus und einen Quartiersplatz in Dormagen-Horrem im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms „Rheinisches Revier der Zukunft“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Ministerin Ina Scharrenbach übergab den Förderbescheid am Montag, 19. Oktober 2026, persönlich vor Ort. Die beiden Vorhaben sind Teil des „LernOrtes“ Horrem, zu dem auch eine neue Grundschule und eine Kindertagesstätte gehören. Auf einer Gesamtfläche von fast 11.000 Quadratmetern entsteht damit eine neue Ortsmitte, die Bildung, Begegnung und Teilhabe miteinander verbindet. Herzstück ist eine Multifunktionshalle mit Bühne für rund 250 Personen. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Städtebauförderung den Strukturwandel im Rheinischen Revier konkret voranbringt und die Lebensqualität vor Ort stärkt.
„Im Rheinischen Revier wächst die Zukunft. Bestes Beispiel: In Dormagen-Horrem kann mit 23,4 Millionen Euro ein Zukunftsort geschaffen werden. Das Stadtteilhaus, der Quartiersplatz, die neue Grundschule und die Kita führen Bildung, Begegnung und Teilhabe zusammen. Mit der Multifunktionshalle, der Digital-Lernwerkstatt und den offenen Räumen erhält Horrem eine neue Mitte, die Menschen zusammenbringt und Perspektiven eröffnet. So wird der Strukturwandel im Rheinischen Revier konkret erlebbar“, sagt Ministerin Ina Scharrenbach.
Erik Lierenfeld, Bürgermeister der Stadt Dormagen: „Das Stadtteilhaus soll Menschen zusammenbringen, Unterstützung vor Ort stärken und allen Menschen im Stadtteil bessere Möglichkeiten zur Teilhabe eröffnen. Damit investieren wir ganz konkret in die Zukunft Horrems und in die Menschen, die hier leben. Eine Förderung in dieser Größenordnung ist für Dormagen etwas ganz Besonderes. Mein besonderer Dank gilt daher dem Land Nordrhein-Westfalen und Ministerin Ina Scharrenbach für die Unterstützung und das Vertrauen in dieses wichtige Vorhaben. Die Entwicklung von Horrem zeigt beispielhaft, was Strukturwandel bedeuten kann: Es geht nicht nur darum, neue Infrastruktur zu schaffen, sondern darum, einen Stadtteil nachhaltig zu stärken und die Menschen mitzunehmen. Dass Land und Bund dieses Vorhaben mit einer Förderung von 95 Prozent unterstützen, ist deshalb eine ganz besondere Anerkennung für den eingeschlagenen Weg.“
Rheinisches Revier auf dem Weg von der Braunkohle- zur Boom-Region
Die Strukturförderung im Rheinischen Revier soll die Folgen des Ausstiegs aus der Braunkohle abfedern und zugleich neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven eröffnen. Bund und Land stellen hierfür bis 2038 umfangreiche Fördermittel von bis zu 14,8 Milliarden Euro bereit. Unterstützt werden unter anderem Investitionen in neue Arbeitsplätze, Unternehmen, Forschung und Innovation, Infrastruktur sowie erneuerbare Energien. Ziel ist es, das Rheinische Revier von einer stark durch Kohleabbau und -verstromung geprägten Region zu einer zukunftsfähigen Wirtschafts- und Energieregion weiterzuentwickeln. Das Land unterstützt die Kommunen auch bei der Vorbereitung ihrer Vorhaben. Die landeseigene Starke Projekte GmbH begleitet sie von der Planung und Antragstellung bis zur Umsetzung, damit Projekte schneller die notwendige Antragsreife erreichen.
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen
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