Bauantrag ohne Papier: Kreis Steinfurt startet als erster Kreis mit voll digitalisiertem Verfahren
Ministerin Scharrenbach: Neue Kommunikationsplattform ist der nächste Meilenstein
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung teilt mit:
Das „Bauportal Nordrhein-Westfalen“ stellt die zentrale digitale Plattform für bauordnungsrechtliche Verfahren in Nordrhein-Westfalen dar. Das Portal ist seit 2024 in einem überarbeiteten Design in inzwischen 71 Unteren Bauaufsichtsbehörden produktiv im Einsatz. Die Kommunen können das „Bauportal Nordrhein-Westfalen“ kostenfrei nutzen, da das Land die Kosten trägt. Über das Bauportal Nordrhein-Westfalen können Bauanträge von Bauherrschaften oder Entwurfsvorlageberechtigten wie Architektinnen und Architekten online gestellt, eingereicht und somit den zuständigen Bauaufsichtsbehörden digital und unmittelbar übermittelt werden. Die Bearbeitung der Anträge durch die Behörde erfolgt vollständig im Fachverfahren der Kommune.
Neben den digitalen Antragsassistenten, die das Herzstück des Bauportals Nordrhein-Westfalen bilden, fehlte es bisher an einer Kommunikationsplattform: In den vergangenen Monaten hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung zusammen mit der E-Government-Behörde d-NRW und dem Kreis Steinfurt die Einsatzbereitschaft der Kommunikationsplattform vorangetrieben. Der Kreis Steinfurt ist der erste Kreis im Land, in dem nun das voll digitalisierte Bauantragsverfahren im Sinne einer Ende-zu-Ende-Digitalisierung medienbruchfrei durchstarten kann.
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung: „Das Bauportal Nordrhein-Westfalen wird weiter erfolgreich ausgebaut: In 71 Unteren Bauaufsichtsbehörden wird das Bauportal Nordrhein-Westfalen genutzt, um Bauanträge digital einreichen zu lassen. Mit dem Kreis Steinfurt haben wir nunmehr gemeinsam den nächsten Meilenstein erreicht: Die Kommunikationsplattform läuft. Durch diese Erweiterung können jetzt auch beispielsweise Rückfragen, Antworten und der gesamte weitere Austausch direkt digital erfolgen. Die Kommunikationsplattform wird jetzt auf weitere Untere Bauaufsichtsbehörden ausgerollt. Mein Dank geht an den Kreis Steinfurt, denn die Anbindung stellt komplexe Anforderungen an Organisation und Technik vor Ort.“
Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt: „Mit der Anbindung an das Bauportal.NRW setzen wir ein deutliches Zeichen für eine moderne, bürgernahe und digitale Verwaltung. Dass der Kreis Steinfurt hierfür landesweit Vorreiter ist, zeigt: Wir gestalten Digitalisierung aktiv – im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger.“
Die Einführung des digitalen Bauantrags ist ein wesentlicher Meilenstein der Digitalstrategie des Kreises Steinfurt. Bürgerinnen, Bürger sowie Architekturbüros und Unternehmen profitieren ab sofort von einem medienbrucharmen Verfahren: Weniger Papier, weniger Wege, mehr Transparenz. Gleichzeitig kann die Kreisverwaltung ihre Prozesse modernisieren: Die Bearbeitung wird effizienter, ortsunabhängig und ressourcenschonender.
Der Kreis Steinfurt konnte bei seiner Produktivsetzung maßgeblich von den Erfahrungen des Kreises Warendorf profitieren. Als Modellkommune im Projekt „Digitales Baugenehmigungsverfahren“ des Ministeriums hat der Kreis Warendorf echte Pionierarbeit geleistet und bereits im September 2025 einen erfolgreichen Praxistest des durchgängig digitalen Verfahrens durchgeführt. Diese wertvolle Unterstützung unterstreicht, wie bedeutend ein intensiver interkommunaler Austausch ist.
Hintergrund
- Für die Kommunikationsplattform im Bauportal Nordrhein-Westfalen wurde die von Seiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern entwickelte Lösung genutzt. Hierdurch werden die digitalen Antragsstrecken im Bauportal Nordrhein-Westfalen funktional im Sinne einer Ende-zu-Ende-Digitalisierung zur Herstellung der Medienbruchfreiheit erweitert.
- Im Auftrag des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung bindet d-NRW derzeit Untere Bauaufsichtsbehörden in Wellen an das Bauportal Nordrhein-Westfalen an. Den Unteren Bauaufsichtsbehörden obliegt dabei die Entscheidung, ob die Anbindung mit oder ohne Kommunikationsplattform erfolgt.
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen
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Deutschland
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