Wettbewerbe und Wohnqualität

Qualität im Wohnungsbau

Die Wettbewerbe des Ministeriums sollen ökologische, ökonomische und technische herausragende Bauprojekte fördern.

Verfahren zur Auszeichnung

Das Land Nordrhein-Westfalen führt, vertreten durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, alle fünf Jahre die „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen“ durch. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ist seit 1980 Kooperationspartner dieses Verfahrens. Bewerben können sich Mitglieder einer Architektenkammer und Bauherrinnen/Bauherrn in gegenseitigem Einvernehmen bewerben. Auch Entwurfsverfasserinnen/Entwurfsverfasser außerhalb Nordrhein-Westfalens konnten sich bewerben. Voraussetzung ist, dass der Standort des Objektes in Nordrhein-Westfalen liegt.

Die Auszeichnung bildet aufgrund ihrer Breitenwirkung seit 40 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Baukultur in Nordrhein-Westfalen. Ausgezeichnet werden Gebäude und Anlagen, die in besonderer Weise den Zielsetzungen der Auslobung entsprechen. Die Objekte müssen in Nordrhein-Westfalen liegen und in den vergangenen fünf Jahren fertig gestellt worden sein. Ausgezeichnet werden können alle Arten von Bauten wie zum Beispiel Wohnungsbauten, Quartiere, Kultur- und Bildungsbauten, Büro- und Gewerbebauten, öffentliche Bauten, sowie Freianlagen. Bei den Bauaufgaben kann es sich sowohl um Neubauten als auch um Maßnahmen im Bestand handeln. 

Über die Auszeichnung beschließt eine unabhängige Jury. 

Die Auszeichnung erfolgt durch öffentliche Bekanntmachung sowie durch Verleihung einer entsprechenden Urkunde und Gebäudeplakette.

Im Auszeichnungsverfahren 2020 wurden aus 273 eingereichten Objekten auf Grund der hohen Qualität der Planungen 30 vorbildliche Bauten ausgezeichnet.
 

Weitere Informationen

Der „Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau Nordrhein-Westfalen“ wird alle vier Jahre in Kooperation mit der Architektenkammer NRW und der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen verliehen.

 

Landespreis 2017 - Gutes Bauen im öffentlich geförderten Wohnungsbau

Zehn neue Objekte des geförderten Wohnungsbaus in Aachen, Bochum, Bonn, Dülmen, Düsseldorf, Köln, Krefeld, Münster und Troisdorf wurden mit dem "NRW Landespreis 2017" ausgezeichnet. Die eingereichten Projekte verdeutlichen, dass sowohl beim Neubau, als auch im Baubestand große Potentiale für die Schaffung von gutem gefördertem Wohnungsbau liegen. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, dass der geförderte Wohnungsbau ein wichtiges sozialpolitisches Instrument ist, um bezahlbaren Wohnraum auch in Schwarmstädten schaffen – und das bei hoher gestalterischer Qualität. Zudem beschäftigen sich die Preisträgerarbeiten auch mit weiteren Schwerpunktaufgaben im zeitgenössischen Wohnungsbau: von der „Klimaschutzsiedlung Am Wald“ in Düsseldorf-Benrath über das Umnutzungsprojekt „Alte Samtweberei“ in Krefeld bis hin zum „Studentischen Wohnen“ in Bonn-Tannenbusch. Mit der „Wohnbebauung Dalweg“ in Dülmen und dem Projekt „Integratives Wohnen – City inklusive“ in Troisdorf werden zudem eher mittelstädtische Projekte ausgezeichnet.

Die prämierten Beispiele stehen für das hohe Niveau des öffentlich geförderten Wohnungsbaus in Nordrhein-Westfalen. Sie  ermutigen zukünftige Bauherrinnen und Bauherren, in den öffentlich geförderten Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen zu investieren. Gerade in Zeiten stark angespannter Wohnungsmärkte ist es wichtig, dass zeitgemäßer Wohnungsbau mit hoher Wohnqualität auch bezahlbar bleibt. Ziel sind hochwertiger Wohnraum und lebendige Wohnquartiere, die Menschen nicht nur ein Zuhause, sondern auch Heimat bieten.

Weitere Informationen

Der Landeswettbewerb, der in Kooperation mit der Architektenkammer NRW durchgeführt wird, dient der Entwicklung und Erprobung von innovativen Konzepten für den geförderten und freifinanzierten Wohnungsbau.

 

Landeswettbewerb 2022 „Nachhaltig Wohnen mit Holz im Quartier Lambertz“

Gut zu verarbeiten, flexibel einsetzbar und nachwachsend: Holz ist Baustoff der Zukunft mit großer ökologischer und klimapolitischer Bedeutung. Nachhaltiges Bauen steht im Blickpunkt des Landeswettbewerbs 2022. Das Wettbewerbsgebiet in Würselen-Broichweiden ist eine vier Hektar große, zentrumsnahe Industriefläche, die auf Grund von Standortverlagerungen seit 2016 brachliegt. Die Wiedernutzbarmachung von Brachflächen ist ein weiterer, zentraler Handlungsauftrag.

25 teilnehmende Teams aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern beteiligten sich mit ihren Entwürfen. Eine unabhängige Jury hat die Preisträger des städtebaulichen Wettstreits um die Neugestaltung der ehemaligen Industriefläche in Würselen-Broichweiden hin zu einem Wohngebiet nun ausgewählt.

Die Anerkennungen und Preisgelder in Höhe von insgesamt 80.000 Euro verteilen sich auf fünf Gewinner:

  • Erster Preis: Astoc Architects and Planners GmbH (Köln) zusam-men mit studio grüngrau Landschaftsarchitektur GmbH (Düsseldorf) und Lorber Paul Architekten GmbH (Köln)
     
  • Zweiter Preis: Architektur-Contor Müller Schlüter ACMS Architek-ten GmbH (Wuppertal) zusammen mit KRAFT.RAUM. Land-schaftsarchitektur und Stadtentwicklung (Krefeld) und mit Bläser-Jansen Partner GbR (Dortmund)
     
  • Dritter Preis: pbs architekten Planungsgesellschaft mbH (Aachen) zusammen mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn) und mit Fritzen Architekten + Stadtplaner BDA (Köln)
     
  • Vierter Preis: Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH (München) zusammen mit Ramboll Deutschland GmbH – Ramboll Studio Dreiseitl (Überlingen)
     
  • Anerkennungs-Preis: Architekturwerkstatt Vallentin (München) zusammen mit Wamsler Rohloff Wirzmüller FreiRaumArchitekten (Regensburg)

In den kommenden Jahren soll die Brachfläche auf Grundlage der Siegerbeiträge als Wohnstandort unter dem Namen „Quartier Lambertz“ neu entwickelt werden. Bis zu 350 Wohneinheiten in Holzbauweise, davon rund 30 Prozent im Rahmen des öffentlich-geförderten Wohnungsbau – und damit mietpreisgebunden und bezahlbar –, können dabei entstehen.

Weitere Informationen

 

Landeswettbewerb 2019 „Wohnen und Arbeiten am Bahnhof Soest“

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen richtete 2019 den Landeswettbewerb am Standort Soest aus. Konkret lag das Wettbewerbsgebiet unmittelbar zwischen dem Bahnhof Soest und der Altstadt. Das Grundstück ist gut mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erschlossen und daher gut mit der Innenstadt und Universität verbunden.

Zielvorgabe bei dem Wettbewerb war es, Lösungsvorschläge für die Neugestaltung einer rund acht Hektar großen innenstadtnahen Brachfläche für ein neues Wohnquartier und in Teilen für einen Dienstleistungsstandort zu entwickeln. Dabei sollten zukunftsfähige Lösungen gefunden werden, wie innerstädtische Flächenpotenziale genutzt werden können, um steigende Wohnungsnachfragen mit bedarfsgerechtem Wohnraum für unterschiedliche Einkommens- und Zielgruppen in Einklang zu bringen. Ziel war die Schaffung hochwertiger urbaner Wohnangebote mit einem bedarfsgerechten Anteil an gefördertem Wohnungsbau. Das neu zu schaffende Wohnangebot (Geschossmietwohnungsbau und Einfamilienhausstrukturen) sollte für unterschiedliche Einkommens- und Zielgruppen (Singles- Alleinerziehende, größere Familien, Ältere etc. entwickelt werden. 

Einer oder mehrere der Preisträgerentwürfe des Landeswettbewerbs sollten im Anschluss realisiert werden. 

Allgemeine Informationen zum aktuellen Wettbewerb: 

Auftraggeber

  • Hauptausrichter: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG), vertreten durch das Referat 'Experimenteller Wohnungsbau'

  • Ausloberin: Wirtschaft & Marketing Soest GmbH

  • Mitausloberin: Stadt Soest

  • Kooperationspartnerin: Architektenkammer AKNW

Bewerbungsfrist

Die Bewerbungsfrist endete mit dem 24. September 2019, 17:00 Uhr.

Beurteilungskriterien: 

  • Städtebaulich-räumliches Konzept

  • Gestaltqualität

  • Freiraumqualität

  • funktionale Qualität

  • Realisierbarkeit und Nachhaltigkeit der Konzeption

  • Wirtschaftlichkeit

Die genannte Reihenfolge der Kriterien stellte keine Gewichtung dar. Das Preisgericht behielt sich vor, die einzelnen Kriterien zu gewichten.

Eckdaten des Verfahrens

  • nichtoffener einphasiger Realisierungswettbewerb nach RPW 2013

  • Wettbewerbsgegenstand: Planung von Gebäuden, Architektur, Landschafts- und Freiraumplanung, Städtebau, Stadtplanung und Stadtentwicklung

  • 32 Wettbewerbsteilnehmende, davon 8 gesetzt

  • Wettbewerbssumme für Preise und Anerkennungen: 80.000 EUR (inkl. MwSt.)

 

Landeswettbewerb 2017 "Qualität in Serie"

Zielvorgabe des Wettbewerbs war es, auf einem ehemaligen Ausbildungsgelände für Baggerführer in Essen ein städtebauliches Konzept für die Realisierung von geförderten und freifinanzierten Wohnungen zu planen. Dabei war das serielle Bauen ein Themenschwerpunkt der Entwurfsaufgabe. Beim seriellen Bauen geht es um den Einsatz von Fertigteilelementen oder ganzen Modulen. Insgesamt wurden fünf Projekte ausgezeichnet. Sieger des Landeswettbewerbs ist die pbs architekten Planungsgesellschaft (Aachen) in Zusammenarbeit mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn), vier weitere eingereichte Entwürfe wurden ebenfalls ausgezeichnet.

Alle Planungen der Preisträger überzeugen durch architektonische Qualität und Wirtschaftlichkeit. Die Umsetzung der Projekte wird eine neue Heimat in Essen schaffen und zeigen, wie auf innerstädtischen Flächen schneller bezahlbarer Wohnraum entstehen kann. Die Entwürfe können übertragbare Lösungen für andere Städte darstellen und zum Nachahmen animieren. Serielles Bauen kann die Möglichkeit bieten, kostengünstigen Wohnraum vor allem in unseren Ballungszentren schnell zu schaffen. Wichtig dabei ist, dass trotzdem ein Höchstmaß an Qualität und eine ansprechende Architektur sichergestellt werden.

Weitere Informationen

 

Landeswettbewerb 2016 „Neues Urbanes Wohnen – ein Zuhause für Alle“

Der Landeswettbewerb 2016 stand unter dem Motto  „Neues Urbanes Wohnen – ein Zuhause für Alle“ und wurde an den zwei Standorten Düsseldorf und Bonn durchgeführt. Im Mittelpunkt stand inklusives Wohnen im Quartier, das heißt Wohnungen für Jung und Alt, verschiedene Einkommensgruppen sowie Behinderte und Nichtbehinderte. Auch das Zusammenleben von geflüchteten Menschen mit einer schon lange angestammten Bevölkerung sollte unterstützt werden. Das Ergebnis dieses Wettbewerbs bietet an beiden Standorten mit einer guten Mischung aus frei finanzierten Wohnungen und bezahlbaren Wohnungen der Mietenstufe A und B bzw. preisgedämpften Wohnungen – und das jeweils in den unterschiedlichsten Wohnungsgrößen und Typen – die besten planerischen Voraussetzungen für die zukünftige Schaffung von lebendigen durchmischten Quartieren.

 

Weitere Informationen

Bauprojekte mit besonderen architektonischen, städtebaulichen, sozialen und funktionalen Aspekten werden im experimentellen Wohnungsbau gefördert. Es geht darum, neue Anforderungen zu analysieren – etwa für das Wohnen im Alter in Zeiten des demografischen Wandels und knapper Kassen – und Lösungsstrategien nicht nur zu entwickeln, sondern auch zu erproben. Um den öffentlichen Wohnungsbau zukunftsfähig zu gestalten, lobt das Ministerium Architekturwettbewerbe aus, wie die "Landeswettbewerbe" und die "Auszeichnung vorbildlicher Bauten".

Bei Fragen zur Förderung im experimentellen Wohnungsbau nehmen Interessierte in der Regel zunächst Kontakt mit der örtlich zuständigen Bewilligungsbehörde bei der Stadt- oder Kreisverwaltung auf, um Fragen des Bedarfs, der Zielgruppen, der Verfügbarkeit von Fördermitteln, der Qualitätsanforderungen an die Planung und des weiteren Verfahrens zu klären.